Erin Kräutler C.PP.S, Bischof vom Xingu

Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Salzburg beginnt er seine Missionstätigkeit in Brasilien. Seit 1981 ist er als Bischof mit dem Volk unterwegs, im flächenmäßig größten brasilianischen Bistum (368.086 km²) mit über 500.000 Einwohnern, davon knapp 1 % Indios der Völker Kayapó, Asurini, Araweté, Parakaña, Xipaia-Curuaia und Arara.

Die „Option für die Armen und die kulturell Anderen“ prägt seinen Einsatz, wenn er gegen politische, soziale und wirtschaftliche Missstände auftritt. Das Recht der Indios auf ihr Land, ihre kulturelle Vielfalt und sozialen Organisationsformen sind ihm ebenso ein Anliegen wie das Recht der landlosen Kleinbauern auf ein Stück produktives Land. Immer wieder fordert er die Verwirklichung der oft versprochenen Agrarreform. Die irreversible Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die fortschreitende Zerstörung von Amazonien drängen ihn im In- und Ausland zum Protest.

Dieser Einsatz ist mächtigen Großgrundbesitzern, Geschäftsleuten sowie regionalen und lokalen Politikern ein Dorn im Auge. Sie reagieren mit Kritik, Verleumdungen und Morddrohungen, die sich seit Jahresbeginn 2006 wiederholen.

Dr.hc. der Universitäten Innsbruck, Bamberg, Luzern, Salzburg und weitere Auszeichnungen durch internationale Menschenrechts- und Umweltorganisationen sowie Kultureinrichtungen. Auch mit dem Right Livelihood Award, besser bekannt als Alternativer Nobelpreis, geehrt.

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